Jan 09 2010

RSS Feed Spirulina


Spirulina

    

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Spirulina

 

Pro und Contra zu Spirulina

Quellen

  • Infos von Wolfsblut
  • http://www.transgallaxys.com/~beo/mlm/spirulina.htm
  • http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/algae.html
  • http://web.archive.org/web/20020414004843/http://www.hc-sc.gc.ca/food-aliment/cs-ipc/chha-edpcs/e_blue_green.html
  • http://de.wikipedia.org/wiki/Spirulina

 

Quelle: Wolfsblut

Spirulina

Dill Gesund und fit mit Spirulina


Nutzen oder Risiko?
Spirulina ist in aller Munde. Was die einen als gegenstandslosen Mumpitz abtun, ist für die anderen die Heilung aller Leiden von Zerschlagenheit bis Aids. Über heilkräftige Pflanzen, Bewährtes aus der Hausapotheke und Exotisches aus anderen Kulturkreisen ist seit jeher viel zu lesen. Zur Förderung von Verdauung und Schlaf, zur Immunabwehr, zur Regulierung des Blutdrucks, für alles scheint mehr als nur ein Kraut gewachsen zu sein. Und Spirulina? In Deutschland ist das Schlechtreden von Spirulina und anderen Algen durch verallgemeinernde Falschmeldungen zu beobachten. In deutschen pharmazeutischen und medizinischen Veröffentlichungen wird die Alge voller wertvoller Inhaltsstoffe bis heute kaum erwähnt. Japanische, französische, russische und amerikanische Forscher hingegen attestieren vielfältige positive Wirkungen für Gesundheit und Wohlbefinden sowie zur Leistungssteigerung. Sie untersuchen das enorme Potential von Spirulina bei der Bekämpfung schlimmer Krankheiten. Grund genug, die Fakten über das pflanzliche Naturprodukt genauer zu beleuchten.
Botanik und Ökologie
Spirulina - eine energiereiche Uralge
Die spiralförmige Mikroalge Spirulina zählt zu den Cyanobakterien, die man auch Blaualgen nennt. Die ältesten fossilhaltigen Sedimentgesteine der Erde beweisen, daß Cyanobakterien bereits vor 3,5 Milliarden Jahren auf der unwirtlichen, noch unbelebten Erde als erste grüne Lebewesen des Planeten entstanden. Ihre Errungenschaft war die Erfindung des Chlorophylls, das sie zur Photosynthese und damit zur Synthese von organischer Substanz und zur Produktion von Sauerstoff befähigte. Die machtvolle Substanz Chlorophyll aus den Uralgen ist bis heute in allen grünen Pflanzen vorhanden. Die lebensspendende Sonnenenergie wird aber auch noch durch weitere Farbpigmente außer dem grünen Chlorophyll genutzt - nämlich durch das gesundheitlich wertvolle Beta-Carotin und das pharmazeutisch interessante Phycocyanin. Spirulina hat einen außergewöhnlich hohen Gehalt an diesen Farbpigmenten. Zudem enthält sie eine ganze Palette an Vitaminen und Mineralstoffen, gesundheitsfördernde Enzyme und Antioxydantien und den höchsten Proteingehalt aller natürlichen Nahrungsmittel.

Ökologie der Blaualgen
Die Vorfahren der heutigen Blaualgen besiedelten für Milliarden von Jahren alleine die Erde und lebten unter lebensfeindlichen Bedingungen. Wegen ihrer bis heute weiten geographischen Verbreitung von der Antarktis bis in die Wüste und der vielfältigen Lebensräume, die sie besiedeln, verdienen sie besondere Beachtung.
Viele Cyanobakterien können Stickstoff aus der Luft fixieren, was keine Pflanzenart und keine Tierart selbst kann. Diese besondere Fähigkeit macht man sich in nachhaltigen Systemen in Südostasien für den Reisanbau zu Nutze. Hier muss kein synthetischer Stickstoff gedüngt werden. Aus dem selben Grund können Blaualgen auch als erste Organismen nackte Felswände, junges Lavagestein, Wüstenböden und die Ozeane besiedeln. Sie tun dies oft in Symbiose mit Pilzen, höheren Pflanzen oder Schwämmen.

Viele Blaualgen wachsen noch immer unter extrem unwirtlichen Bedingungen, unter denen die meisten anderen Organismen nicht existieren könnten. Sie leben beispielsweise in heißen Schwefelquellen oder aber in sehr warmen Salz- und Sodaseen.

Bedeutung von Spirulina
Die Mikroalge Spirulina gedeiht in salzigem, stark alkalischem Wasser und kommt wild in verschiedenen Sodaseen vor allem in Zentral- und Ostafrika vor (Bild links, blaue Punkte). Flamingos leben in großen Kolonien an diesen Seen. Sie filtern mit ihren speziellen Schnäbeln Spirulina aus dem seichten Wasser. Von den gesunden Farbstoffen in der winzigen Alge erhalten sie die schöne Färbung ihres Gefieders (Bild oben). Die Bevölkerung am Tschadsee in Afrika und am Texcoco-See in Mexiko nutzt und nutzte Spirulina traditionell zum Verzehr.
Heute wird Spirulina in sogenannten Wasserfarmen (Bild links, rote Punkte) in tropischen und subtropischen Gebieten in natürlichen Seen oder in speziell dafür angelegten Becken kultiviert. Zum optimalen Wachstum benötigt Spirulina neben sehr viel Sonne und Wärme nur mineralsalzhaltiges Wasser mit hohen pH-Werten von 9 bis 11. Solches Brackwasser gibt es in den heißen Ländern oft im Überfluss, im Gegensatz zum wertvollen Süßwasser für die Bewässerung in der Landwirtschaft oder für Trinkwasser. Dieser Aspekt ist von zentraler Bedeutung für die Welternährung und die globale Flächennutzung.

Gesundheitswert

Nähr- und Wirkstoffe von Spirulina
Spirulina wird oft als Supernahrung bezeichnet. Bei keinem anderen Nahrungsmittel, ob tierisch oder pflanzlich, ist der Eiweißgehalt so hoch und die Nährstoffzusammensetzung so vollständig. Besonders die Nährstoffe, die durch die heutige Ernährung oder die Belastung im Alltag leicht im Mangel sind, wie Eisen, Selen, die Vitamine A und B12, sind in Spirulina reichlich vorhanden. Auch der relativ hohe Kaliumgehalt bei gleichzeitig niedrigem Natriumgehalt machen die Alge interessant. Der Tagesbedarf an einigen Mineralstoffen kann schon bei 10 g Einnahme zu einem erheblichen Anteil gedeckt werden, und das bei minimaler Kalorien- und Fettzufuhr. Mit nur 36 Kalorien in 10 g ist Spirulina deswegen auch für Menschen interessant, die fasten oder abnehmen möchten.
Ein Risiko bei der Einnahme besteht praktisch nicht, denn die Erfahrungen mit Spirulina für die menschliche Ernährung sind in manchen Kulturen Jahrhunderte und Jahrtausende alt.
Bestimmte andere gesundheitsfördernde Substanzen, die man zusammenfassend als Antioxydantien bezeichnet und denen eine entscheidende Rolle beim Anti-Aging und in der Prävention von Krebs zugesprochen wird, sind in Spirulina reichlich vorhanden. Ebenso finden sich Substanzen (Sulfolipide und Polysaccharide), die in verschiedenen pharmakologischen Tests vielversprechende Aktivität gegen diverse Krankheitserreger, darunter auch das HIV-Virus und Herpes zeigen.
Da Spirulina keine harte Zellwand aus Zellulose hat, ist die Alge leicht verdaulich. Alle Vitamine und Mineralstoffe werden in idealer Dosierung leicht vom Körper aufgenommen, da sie organisch gebunden sind.

Vitamin A
Vitamin A, dessen pflanzliche Vorstufe das Beta-Carotin ist, ermöglicht uns das Sehen und die sogenannte Dunkeladaption der Netzhaut. Ein Mangel daran, wie er besonders in Entwicklungsländern häufig ist, kann zur Erblindung und zum Tod führen.
Doch Beta-Carotin ist auch ein wichtiges Hautschutz-Vitamin. Durch seine protektive Wirkung verleiht es der Haut gesundes Aussehen und Elastizität.
Spirulina enthält 20 mal mehr Beta-Carotin als Karotten. Das liegt am extrem hohen Chlorophyllgehalt von Mikroalgen im Vergleich zu allen größeren Pflanzen mit massiven, lichtundurchlässigen Strukturen wie Blättern, Wurzeln und Früchten.
Beta-Carotin wird aufgrund seiner antioxidativen Wirkung auch zur Krebsprävention und prophylaktisch gegen degenerative Erkrankungen eingesetzt.

Vitamin B12
Nur Mikroorganismen können Vitamin B12 synthetisieren. Deswegen ist es in den meisten pflanzlichen Lebensmitteln mit Ausnahme fermentierter Produkte wie Bier, Sauerkraut und Sojasoße kaum vorhanden. Strenge Vegetarier können mit der Zeit einen Mangel an diesem Vitamin, das für die Blutbildung essentiell ist, entwickeln.
Vitamin B12-Mangel ist verantwortlich für perniziöse Anämie und neurologische Ausfälle, aber auch für den Folsäurehaushalt. Ein Mangel an Folsäure während der Schwangerschaft wird mit Aborten und Missbildungen bis hin zu Neuralrohrdefekten in Verbindung gebracht.
Eine Kombination der Vitamine B12, B6 und Folsäure wird neuerdings auch zur Prävention der Arteriosklerose eingesetzt.

Mineralstoffe und Spurenelemente
Die Nährstoffdichte der kleinen grünen Spirulinapillen ist sehr hoch. Für alle Personen, die einen höheren Bedarf an Nährstoffen haben, Stress und hohen Anforderungen ausgesetzt sind, ist Spirulina eine geeignete Nahrungsergänzung. Leistungs- und Ausdauersportler, geistig und körperlich arbeitende Menschen, Schwangere, Stillende, Kinder im Wachstum, Rekonvaleszente und Senioren können ihre Leistungsfähigkeit und Gesundheit mit der Einnahme von Spirulina steigern. Selbst als Astronautennahrung oder zur Ausrüstung von Expeditionen ist die Mikroalge im Gespräch.

Algen nehmen Mineralstoffe und Spurenelemente direkt aus dem Wasser auf. Deswegen schwanken die Gehalte von Spirulina je nach Mineralstoffgehalt des Wassers, in dem sie wachsen. Eine Mischung aus mineralsalzhaltigem Süß- und Meerwasser ist das ideale Nährmedium zur Erzielung höchster Qualität und Ausgewogenheit. All die Spurenelemente des Wassers finden sich auch in den Algen wieder. Neben den in der Tabelle 2 aufgeführten Mineralstoffen enthält Spirulina auch noch Barium, Bor, Chrom, Kobalt, Mangan, Molybdän, Titan und Vanadium. Der Jodgehalt ist anders als bei Meeresalgen sehr niedrig.

Zum Beispiel Eisen
Spirulina hat einen herausragenden Eisengehalt in gut verträglicher und leicht resorbierbarer Form. In der Alge stecken 25 - 50 mal so viel Eisen wie in Fleisch.
Eisenmangel ist der weltweit häufigste Mineralstoffmangel. Bis zu 80 % der Weltbevölkerung leiden daran, ungefähr ein Drittel ist sogar anämisch. Müdigkeit, Blässe und Schwindel gelten als Warnsymptome. Störungen des Immunsystems durch mangelhafte Blutbildung mit Verzögerung der körperlichen und geistigen Entwicklung von Kindern sind weitere Folgen. Der Eisenbedarf, besonders von Frauen, kann kaum über die normale Nahrung gedeckt werden. Eisenpräparate werden zudem oft schlecht vertragen und gelten inzwischen teilweise als gefährlich.
Eisen ist in fast allen Lebensmitteln enthalten, jedoch meist nur in geringen Mengen. Fleisch gilt allgemein als guter Eisenlieferant..

Antioxydantien
Die kleinen lichtdurchlässigen Blaualgen bestehen zu großen Teilen aus Chlorophyll und anderen aktiven Komponenten wie Carotinoide, Phycocyanin und Enzyme. In Hochdosierung (siehe Tabelle 3) enthält die Superalge Substanzen, die für Vorbeugung und Therapie verschiedener Krankheiten inzwischen ins wissenschaftliche Interesse gerückt sind.

Carotin - nicht nur für die Hasen
Mit Beta-Carotin, dem wichtigsten pflanzlichen Farbpigment, sieht man besser. Doch Pflanzen, die dieses für Menschen essentielle Vitamin zur eigenen Lichtabsorbtion synthetisieren, können noch mehr. Eine ganze Farbpalette an Pigmenten steht ihnen zur Photosynthese zur Verfügung. Diese sogenannten Carotinoide haben auch im menschlichen Organismus wichtige Funktionen:
Auf zellulärer Ebene arbeiten sie als Radikalfänger oder Antioxydantien. Sie absorbieren aggressive Substanzen, die ansonsten Schaden an Membranen, oder der DNA anrichten könnten. Krankheiten, die durch solche freie Radikale ausgelöst werden können, sind vielfältig. Sie betreffen den Alterungsprozess und degenerative Erkrankungen wie Rheuma und Arthrose.
Ein Zusammenhang zwischen geringer Krebsrate und hoher Carotin-Zufuhr aus Gemüse ist wissenschaftlich erwiesen. Einige Gramm Spirulina enthalten bereits die zur Vorbeugung gegen verschiedene Krebsarten empfohlene Menge von 15 mg Carotin.
Phycocyanin
Der blaue Pigmentfarbstoff Phycocyanin ist im Gegensatz zu den Carotinen wasserlöslich. Phycocyanin gilt als potenter Entgifter und Radikalfänger in der Leber und den Nieren, deren Funktion er unterstütz und deren Zellen er schützt. Diese Organe sind selbst an der Entgiftung von Nahrung und Blut beteiligt und deswegen hohen Konzentrationen an schädlichen Stoffen ausgesetzt.
Vielleicht liegt der erfolgreiche Einsatz von Spirulina bei Opfern der Strahlenkrankheit in Russland im hohen Phycocyaningehalt begründet. Die Blutbildung und die Immunabwehr der behandelten Kinder in Tschernobyl konnten verbessert werden. Solche Ergebnisse, die eine Stimulation des Immunsystems und der Bildung von roten und weißen Blutkörperchen durch Spirulina zeigen, gibt es auch aus Japan, Mexiko und den USA.
Das Wirkungsspektrum der verschiedenen Antioxydantien und insbesondere dieses in Blaualgen vorkommenden Farbstoffs ist aber noch weitgehend unerforscht.

Andere Vitalstoffe

Enzyme
Enzyme sind sehr wirksame und zugleich äußerst spezifische Biokatalysatoren. Sie sind ein Merkmal des Lebendigen und wie die Pigmente auch zählen sie zu den Proteinen. Sie organisieren und beschleunigen chemische Umsetzungen, das heißt alle Stoffwechselvorgänge und Regulationsmechanismen im Körper. Man kennt Tausende von verschiedenen Enzymen und unzählige Vorgänge, die sie steuern. Unerhitzte Lebensmittel enthalten stets Enzyme und gelten nicht zuletzt deswegen als gesund. Allerdings sind die Wirkungen bei ihrer Zufuhr über die Nahrung nur in wenigen Fällen erforscht.

Gamma-Linolensäure
Die Gamma-Linolensäure in Spirulina ist eine seltene Fettsäure vom Omega-6-Typ, die sonst nur noch in Hanföl, Nachtkerzen- und Borretschöl vorkommt. Die Mikroalge enthält 5 bis 6 % Fett, davon mehr als die Hälfte ungesättigte Fettsäuren und fast 1 % Gamma- Linolensäure.
Fettsäuren, so auch Linolensäure, sind für den Menschen unverzichtbar. Sie sind wesentlicher Bestandteil aller biologischen Membranen, die wiederum für die Funktion aller Zellen sowie den Informationsfluss zwischen den Zellen und damit auch den Nerven essentiell sind. Auch Hormone, die ebenfalls viele Körperfunktionen steuern, sind aus Fetten aufgebaut.
Einen besonders hohen Stellenwert für die Gesundheit haben Fettsäuren aus Fischen. Man nimmt blutdrucksenkende und entzündungshemmende Eigenschaften an und nutzt sie medizinisch zur Prävention von koronaren Herzkrankheiten und Rheuma.
Traditionelle Verwendung

Die Azteken in Mexiko
Bis in die Zeit der spanischen Eroberung Mittelamerikas hinein verwendeten die damaligen Herren des Landes, die Hochkultur der Azteken, das so genannte techuitlatl. Im Kaiserreich Montezumas sollen Diener, die den Herrscher täglich mit frischem Fisch versorgen mußten, was nur im Dauerlauf über sehr große Entfernungen möglich war, als Kraftnahrung Spirulina verwendet haben. Noch zu Cortez Zeiten wurde es auf den Märkten der Einheimischen gehandelt und als Beigabe zu Brot und Körnerspeisen gegessen. Es handelte sich um Spirulina, das Fischer mit feinmaschigen Netzen aus verschiedenen Salzseen abschöpften (Bild rechts, Quelle "Human Nature"), die damals noch nicht trocken gelegt waren. Heute gibt es Spirulina nur noch im Texcoco See in Mexiko. Die anderen Seen, mitsamt den schwimmenden Gärten der Azteken, mussten der schnelllebigen Zivilisation weichen und sind heute unfruchtbare Wüste.

 

 

 

 

Quelle: http://www.transgallaxys.com/~beo/mlm/spirulina.htm

Spirulina - Blaugrüne Algen:
Medienrummel und verlogene Produktansprüche

Originaltext von Dr. Stephen Barrett M.D.auf
http://www.quackwatch.org

 

Blaugrüne Algen (eine von elf Algen-Gruppen) sind mikroskopisch kleine Pflanzen, die überall auf der Welt, überwiegend in brackigen Teichen und Seen, wachsen. Von den mehr als 1500 bekannten Sorten sind einige als Nahrungsmittel nützlich, während von anderen berichtet wird, dass sie Gastroenteritis und Hepatitis verursachen. Spirulina trat 1981 ins Rampenlicht, als The National Enquirer die Algen als  "ganz natürliche", "sichere Diätpille" bewarb, die Phenylalanin (eine Aminosäure) enthält, die "direkt auf das Appetit-Zentrum einwirkt". Der Artikel behauptete auch, dass es "unglaubliche 65 Prozent Protein beinhaltet und die proteinhaltigste Nahrung unserer Welt" sei.

Diese Produktansprüche sind Unsinn. Die FDA hat festgestellt, dass es keinerlei Beweise gibt, dass Spirulina (oder Phenylalanin) als Appetitzügler wirkt. Die FDA hat auch veröffentlicht, dass der "65%-Protein" Anspruch ohne Bedeutung ist, weil entsprechend der Produktaufkleber die Spirulina-Produkte nur unbedeutende Mengen an Protein liefern.



MISCORP und Light Force


1982 stimmten Microalgae International Sales Corp. (MISCORP) und dessen Gründer, Christopher Hills, im Rahmen eines Vergleichs der Zahlung von 225.000 Dollar zu, um einer Anklage wegen verlogener Produktansprüche für Spirulina zu entgehen. Das Unternehmen hatte behauptet, seine Spirulina-Produkte seien effektiv bei der Gewichtskontrolle und besäßen therapeutischen Wert zur Bekämpfung von Diabetes, Anämie, Leberleiden und Geschwüren.

Light Force, ebenfalls von Hills gegründet, vermarktete Spirulina-Produkte mit der Behauptung, diese könnten den Appetit unterdrücken, die Abwehrkräfte stärken und die Energie steigern. Die Werbematerialien des Unternehmens behaupteten, Spirulina sei eine "Supernahrung" und "reinige und entgifte den Körper." In einer Ausgabe des Light Force Magazins aus dem Jahre 1987 erklärt The Enlightener, der Vizepräsident und Unternehmensanwalt Steve Kochen detailliert den "juristischen Leitfaden" des Unternehmens. Dieser beinhaltete:
          o aktuelle Verordnungen... untersagen sowohl dem Unternehmen als auch dessen Händlern im Zusammenhang mit der Förderung, Werbung oder dem Verkauf der Produkte einen Hinweis auf irgendwelche medizinischen Forschungen.
          o Es steht Ihnen frei, zum alleinigen Zweck der Ausbildung und Information medizinische Forschungsergebnisse zu benennen ... so lange keine speziellen Produkte genannt werden und so lange zum Zeitpunkt der Benennung solcher Informationen kein Versuch unternommen wird, Produkte zu verkaufen.
          o Wenn Forschungsinformationen postalisch zugestellt werden ... müssen jegliche Verkaufsinformationen separat verschickt werden und dürfen keinerlei Hinweise auf die medizinischen Forschungen enthalten.
          o Es steht Ihnen frei, Ihre persönlichen Erfahrungen mit irgendeinem unserer Produkte zu schildern, selbst wenn diese Erfahrungen die Linderung gesundheitlicher Probleme oder Symptome beinhaltet. Dabei ist es jedoch zwingend notwendig, Ihre Schilderung als einen persönlichen Erfahrungsbericht zu kennzeichnen: "Natürlich können wir keine gesundheitlichen Produktansprüche für unsere Produkte oder gar eine Garantie geben, dass Sie die gleichen Erfahrungen machen werden."

Trotzdem enthielt The Enlightener Berichte über Verbraucher, die ihr Gewicht reduzierten und die sich im Rahmen der Einnahme von Light Force Produkten von Arthritis, Krebs, multipler Sklerose und schweren Verletzungen erholten. Keiner dieser Berichte enthielt eine ernstzunehmende Dokumentation. 1996 fusionierte Light Force in Royal BodyCare, ein Multilevel Marketing Unternehmen mit einer bedeutend größeren Produktlinie.

 
K.C. Laboratories und Cell Tech

1982 begannen K.C. Labatories aus Klamath Falls in Oregon und dessen Präsident Victor H. Kollman mit dem Verkauf von "Blue Green Manna" Produkten (aus einem anderen Algen-Typ) und dem Versprechen, dass diese bei einem weiten Spektrum gesundheitlicher Probleme hilfreich seien. 1983 startete die FDA juristische Gegenmaßnahmen, um dieses System zu stoppen, die Vermarktung der Produkte wurde jedoch fortgesetzt. 1986 untersagte schließlich ein Bezirksgericht auf Betreiben der Behörde allen Beteiligten die Herstellung, die Verteilung und den Verkauf von im Klamath-See geernteter blaugrüner Algen. In seiner Urteilsbegründung führte der Richter aus:

Während der Gerichtsverhandlung am 9. Januar 1986 legte die Regierung zusätzliche Beweise für den weitverbreiteten Gebrauch der blaugrünen Manna Produkte und der therapeutischen Ansprüche für diese Produkte vor. Victor Kollman bestritt, therapeutische Versprechen gemacht zu haben . . . . Dennoch behauptete er kontinuierlich, sein Produkt habe segensreiche Auswirkungen auf den menschlichen Körper . . . . als Nahrungsmittel, nicht als Medikament. Die Regierung zeigte auf, dass bei der empfohlenen Tagesdosierung von 1,5 Gramm dessen Nährstoffwert unbedeutend ist. Zudem seien die Kosten der Produkte der Beklagten, die 300 Dollar pro Pfund übersteigen, verglichen mit anderen Nährstoffquellen so hoch, dass es offensichtlich sei, dass diese Produkte nicht als Nahrung gedacht sind.

1985 hatte der Richter entschieden, dass es sich bei den Produkten um falsch deklarierte und nicht genehmigte neue Medikamente handelte und erließ eine einstweilige Verfügung gegen deren Verkauf. Sein Urteil im Jahr 1986 lieferte den Beweis, dass mehr als 2.500 MLM-er trotz der richterlichen Anordnung Manna-Produkte mit therapeutischen Versprechen verkauft hatten. Er sah es auch als erwiesen an, dass selbst nach in Kraft treten seiner Verfügung Hunderte Händler Manna Produkte schriftlich oder telefonisch anpriesen mit der Behauptung, dass sie selbst oder ihre Familienmitglieder von Krankheiten wie Alzheimer, Hörschäden, Hautstörungen, Allergien, Prostataproblemen, Sexualstörungen, emotionalen Probleme und Alkoholismus kuriert wurden.

Während des Prozesses 1986 argumentierten die Beklagten, dass Ihnen der Verkauf der blaugrünen Algen erlaubt sein müsste, weil doch andere Algenprodukte als Nahrungsmittel oder Nahrungsergänzungen verkauft würden, notfalls ändere man die Verpackung, den Produktnamen oder das Vertriebssystem. Aber der Richter urteilte, dass "die Nachfrage nicht mehr kontrolliert werden könne, selbst wenn die Beklagten dies wollten." Mit der Begründung, dass Kollman versucht hatte, nicht nur das Gericht, sondern auch die Käufer der Produkte irrezuführen, folgerte der Richter, dass ein dauerhaftes Verbot notwendig war, um zu verhindern, dass die Beklagten "von den Gesetzesverstößen profitieren, indem sie eine Nachfrage befriedigen, die sie für ihre Produkte selbst hervorgerufen hatten." Mit anderen Worten: selbst wenn fragwürdige Produktansprüche gestoppt werden, würden dennoch Menschen, die den zuvor gemachten Versprechen glauben schenken, weiterhin die Produkte kaufen [ 1,2 ].

Auch wenn es nun danach aussieht, als habe das richterliche Urteil den Verkauf der Manna Produkte beendet, wird dennoch eine ähnliche Produktlinie, die "Super Blue Green Algae" genannt wird, von dem Unternehmen Cell Tech Inc. vermarktet, das von Daryl Kollmans Bruder geführt wird. Eine Werbekassette des Unternehmens verkündet: "Indem es Ihre Systeme entgiftet und Ihr Nährstoffniveau ausbalanciert, versorgt Super Blue Green Ihren Körper und Geist mit Inhaltsstoffen, die zu erhöhter Energie, geistiger Klarheit, verbesserter Nährstoffkontrolle und ganzheitlichem Wohlbefinden führen. Dies kann es Menschen ermöglichen, die vielen Stress-Situationen dieser modernen Welt zu bewältigen."

Cell Tech's Literatur erläutert, dass die Produkte keine "Heilung" von Krankheiten bewirken und nicht als Ersatz für medizinische Behandlungen gedacht sind. Trotz dieser Ausschlussklausel haben viele Händler in Werbeanzeigen, gesundheitlichen Expositionen und bei privaten Verkaufsgesprächen mit Kunden zweifelhafte therapeutische Produktansprüche verbreitet. Im Jahr 2003 urteilte ein kalifornischer Richter, dass 30 Produktansprüche des Unternehmens irreführend sind und verbot diese [ 3 ].

      

Mögliche Giftigkeit

Am 5. Mai 1999 warnte der kanadische Gesundheitsschutz Health Protection Branch davor, dass Produkte mit blaugrünen Algen schädliche Giftstoffe für die Leber enthalten können und dass einige Sorten der blaugrünen Algen normalerweise Giftstoffe produzieren, die als Microcystine bekannt sind. Um dieses Problem aufzuzeigen, untersuchte Health Canada im Benehmen mit dem Office of Natural Health Products im Rahmen des Therapeutic Products Program und der Abteilung Gesundheitsschutz des Food Directorate unterschiedliche Produkte mit dem Ziel, festzustellen, wie viele in welchen Formen am Markt erhältlich sind und wie hoch deren Microcystin-Anteil ist. Am 27. September 1999 wurden die Untersuchungsergebnisse mittels Pressenotiz veröffentlicht:

Die Ergebnisse der Marktanalyse von Health Canada zu blaugrünen Algenprodukten zeigen, dass nur bei einer blaugrünen Algenart, die aus kontrollierten Teichen geerntet wird, keine Microcystine nachgewiesen wurden.

Jedoch zeigt die Prüfung, dass bei vielen Produkten mit blaugrünen Algen, die in natürlichen Seen geerntet wurden, die von den Herstellern empfohlenen Tagesdosierungen zu Microcystin-Einnahmen führen, die über dem von Health Canada und der Weltgesundheitsorganisation als unbedenklich eingestuften Grenzwert liegen.

Microcystine sind Giftstoffe, die sich in der Leber ansammeln und die Leberschädigungen verursachen können. Diese Giftstoffe werden auf natürliche Weise durch einige Arten blaugrüner Algen produziert. Blaugrüne Algenprodukte werden als Tabletten, in Kapseln oder pulverisiert als Nahrungsergänzungen verkauft, häufig als eine natürliche Mineralienquelle.
Nachdem bei einigen Produkten blaugrüner Algen festgestellt wurde, dass sie unakzeptable Mengen von Microcystin enthielten, begann Health Canada eine groß angelegte Überprüfung am kanadischen Markt verfügbarer Produkte. Es wurden analytische Tests durchgeführt, um die in den blaugrünen Algen-Produkten enthaltenen Microcystin-Mengen zu ermitteln, und es wurde das Risiko für kanadische Verbraucher bestimmt. Auf Grund der Ergebnisse konnten lediglich die Spirulina-Produkte - in Bezug auf die Microcystin-Werte - als risikofrei betrachtet werden.

Die Nicht-Spirulina-Produkte werden nach und nach in Folgeuntersuchungen überprüft. Das Food Directorate von Health Canada hat die Untersuchungsergebnisse und deren Auswirkungen auf die Gesundheit an die Canadian Food Inspection Agency weitergeleitet und angezeigt, dass die tägliche Menge an Microcystin in allen Produkten am kanadischen Markt, die gemäß den Empfehlungen der Hersteller verzehrt werden, den von der Weltgesundheitsorganisation und von Health Canada akzeptierten Wert nicht überschreiten sollte. Die weiteren Kontrollen liegen in der Verantwortlichkeit der CFIA.

Health Canada empfiehlt, dass Kindern keine Non-Spirulina-Blaugrüne-Algen verabreicht werden, bis Messergebnisse jegliches Risiko ausschließen können. Wegen ihres geringeren Körpergewichtes sind Kinder größeren Risiken für schwere Erkrankungen wegen erhöhter Microcystin-Anteile in Produkten mit blaugrünen Algen ausgesetzt, besonders wenn diese Produkte über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Entgegen jüngster Berichte, nach denen blaugrüne Algen angeblich zur Behandlung von Attention Deficit Disorder (ADD) [Störungen der Konzentrationsfähigkeit] genutzt werden können, wurden Health Canada keinerlei Beweise vorgelegt, die solche Ansprüche belegen; auch hat Health Canada eine Vermarktung von irgendwelchen blaugrünen Algen zu therapeutischen Zwecken keinesfalls erlaubt. In Canada werden die bisher untersuchten Produkte aus blaugrünen Algen als Nahrungsmittel verkauft und Health Canada toleriert keinerlei therapeutische Produktansprüche für Nahrungsmittel.

Erwachsene, die Produkte mit blaugrünen Non-Spirulina-Algen verzehren möchten, sollten dies nur für eine kurze Zeitspanne tun. Nachteilige Symptome einer Langzeit-Einnahme dieser Produkte müssen nicht offensichtlich sein, können aber von einem allgemeinen Unwohlsein über Magen-Darm-Probleme bis hin zur Gelbsucht führen. Betroffene sollten ihren Arzt konsultieren [4].

Im Mai 2000 veröffentlichte das Department of Health in Oregon die Daten einer Reihenuntersuchung, bei der  63 von 87 Proben mehr Microcystin als die zulässigen 1 Mikrogramm/Gramm enthielten. Die Publikation erklärt zusammenfassend:
Das Vorhandensein der Gifte blaugrüner Algen (BGA) in Oberflächenwasser, das als Trinkwasserquelle und zur Erholung genutzt wird, findet weltweit im Gesundheitswesen zunehmende Beachtung... BGA-Produkte werden in den Vereinigten Staaten, in Kanada und in Europa wegen ihrer angeblichen heilsamen Eigenschaften konsumiert, darunter Steigerung der Energie und Verbesserung der Gemütsverfassung. Viele dieser Produkte enthalten Aphanizomenon flos aqua, eine blaugrüne Alge ["AFA Uralge"], die am oberen Klamath See (UKL - Upper Klamath Lake) in Süd-Oregon geerntet wird, wo das Wachstum der giftigen BGA, Microcystis aeruginosa, regelmäßig festgestellt wird. Microcystis aeruginosa produziert Verbindungen, die Microcystine genannt werden, das sind starke Hepatotoxine, die möglicherweise Tumorbildungen fördern können. Weil Microcystis aeruginosa gemeinsam mit Aphanizomenon flos aqua vorkommt, kann dieses während des Ernte-Prozesses unbeabsichtigt mit eingesammelt werden, was in der Folge zu einer Microcystin-Belastung der BGA Produkte führt.

Im Herbst 1996 erfuhr die Health Division in Oregon von einer Massenblüte der M. aeruginosa am oberen Klamath See und verbreitete die Empfehlung, einen direkten Kontakt mit dem Wasser zu vermeiden. Diese Empfehlung führte zu Anrufen besorgter Algen-Konsumenten wegen möglicher Vergiftung der Produkte durch Microcystin. Daraufhin legten die Oregon Health Division und das Oregon Department of Agriculture den behördlichen Grenzwert auf 1 µg/g Microcystin für BGA-enthaltende Produkte fest und überprüften BGA-Produkte auf das Vorhandensein von Microcystin. Microcysin wurde in 85 von 87 Proben vorgefunden, wobei die Microcystin-Konzentration bei 63 Proben (72%) den Grenzwert von 1 µg/g überschritt. HPLC und ELISA kennzeichneten Microcystin-LR, die giftigste Microcystin-Variante, als vorherrschende Artverwandte.[ 5 ].

 
Die Quintessenz

Spirulina Produkte enthalten keinerlei Nährstoffe, die nicht auch in unseren Nahrungsmitteln enthalten sind -- in denen sie bedeutend weniger kosten. Sie haben keinerlei nachgewiesenen Wert für die Behandelung medizinischer Probleme - und einige können starke Giftstoffe enthalten.

      
weitere Informationen
                + Health Canada Online: Information sheet on blue-green algae (May 1999)
                + Health Canada Online: Information: Blue-Green Algal Products (September 1999)
                + Health Canada Online: Testing methodology for blue green algal products (September 1999)
                + Health Canada Online: Blue-green algae (cyanobacteria) and their toxins (June 2003)
                + Andrew Leonard: Das Grüne Gold - die Jagd nach der Wahrheit über blaugrüne Algen

            Referenzen
               1. Barrett S, Herbert V. The Vitamin Pushers: How the "Health Food" Industry Is Selling Americans a Bill of Goods. Amherst NY: Prometheus Books, 1994.
               2. Ballantine C. The trial of the blue-green algae eaters. FDA Consumer 20(6):33-34, 1986.
               3. Barrett S. Cell Tech verliert Prozess wegen betrügerischer Werbung. MLM-Beobachter, September 20, 2003.
               4. Health Canada announces results of blue - green algal products testing - only Spirulina found Microcystin - free. Health Canada news release, Sept 17, 1999.
               5. Gilroy GJ and others. Assessing potential health risks from microcystin toxins in blue-green algae dietary supplements. Environmental Health Perspectives 108:435-439, 2000.

Dokument aktualisiert: 30.07.2005






http://www.quackwatch.org/01QuackeryRelatedTopics/algae.html

Algae: False Claims and Hype
Stephen Barrett, M.D.


Blue-green algae (one of eleven groups of algae) are microscopic plants that grow mainly in brackish ponds and lakes throughout the world. Of the more than 1500 known species, some are useful as food, while others have been reported to cause gastroenteritis and hepatitis. Spirulina entered the limelight in 1981 when The National Enquirer promoted it as an "all natural," "safe diet pill" that contains phenylalanine (an amino acid), which "acts directly on the appetite center." The article also said it was "an incredible 65% protein, making it the most protein-packed food in the world."

These claims are bunkum. The FDA has concluded that there is no evidence that spirulina (or phenylalanine) is effective as an appetite suppressant. The FDA has also noted that the "65% protein" claim is meaningless because, taken according to their label, spirulina products provide only negligible amounts of protein.
MISCORP and Light Force

In 1982, Microalgae International Sales Corp. (MISCORP) and its founder, Christopher Hills, agreed to pay $225,000 to settle charges that they had made false claims about spirulina. The company had claimed that its spirulina products were effective for weight control and had therapeutic value against diabetes, anemia, liver disease, and ulcers.

Light Force, also founded by Hills, marketed spirulina products with claims that they can suppress appetite, boost immunity, and increase energy. Company sales materials claimed that spirulina is a "superfood" and "works to cleanse and detoxify the body." In a 1987 issue of Light Force's magazine, The Enlightener, vice president and corporate attorney Steve Kochen spells out the company's "legal guidelines." These include:

    * Current regulations . . . prohibit both the company and its Distributors from using any medical research to promote, advertise or sell the products.
    * You are free to provide any responsible medical research for the sole purpose of education and information . . . . as long as no mention is made to any specific products, and no attempt is made to sell products at the time the information is made available.
    * When using the mail to send research information . . . . any sales information must be provided separately and may not be linked to the medical research.
    * You are free to share your personal experience with any of our products, even if that experience involves the alleviation of some health problems or symptoms. However, it is also imperative that you qualify your personal testimonial by saying, "Of course, we cannot make any medical claim for our products or guarantee you will have the same experience."

Despite all this, The Enlightener carried reports about users who lost weight or recovered from arthritis, cancer, multiple sclerosis, and serious injuries while taking Light Force products. None of these reports is accompanied by significant documentation. In 1996, Light Force merged into Royal BodyCare, a multilevel company with a much larger product line.
K.C. Laboratories and Cell Tech

In 1982, K.C. Laboratories of Klamath Falls, Oregon, and its president, Victor H. Kollman, began selling Blue Green Manna products (derived from another type of alga) with claims that they were effective against a wide range of health problems. In 1983, the FDA began legal action to stop the scheme, but marketing of the products did not stop. Finally, in 1986, at the agency's request, a U.S. District Court judge issued a permanent injunction ordering all parties involved to stop manufacturing, distributing, and selling blue-green algae harvested from Klamath Lake, Oregon. Explaining his decision, the judge said:

    At the trial on January 9, 1986, the government introduced additional evidence of the widespread use of blue-green algae Manna products, and of the therapeutic claims that were made for these products. Victor Kollman denied that he had made therapeutic claims. . . . Nevertheless he continued to claim his product has a beneficial effect on the human body . . . as a food, and not a drug. The government showed that taken at the recommended dosage of 1.5 grams, its value as a nutrient is negligible. Further, the cost of the defendant's products, which exceeds $300 per pound, is so high as compared to other sources of the same nutrients that it is apparent that these products are not intended to be used as a food.

In 1985, the judge had ruled that the products were misbranded and unapproved new drugs, and had issued a preliminary injunction against their sale. His 1986 order cited evidence that more than 2,500 people had been distributing Manna products with therapeutic claims that defied the injunction. He also reported that since the injunction was issued, hundreds of distributors had written or telephoned with claims that Manna products had cured them or members of their families of such problems as Alzheimer's disease, heart trouble, skin disturbances, allergies, prostate problems, lack of sex drive, emotional problems, and alcoholism.

At the 1986 trial, the defendants argued that because other algal products are sold as foods or food supplements, they too should be allowed to sell blue-green algae as food-changing the packaging, trade name, and distribution system if necessary. But the judge ruled that "the demand can no longer be controlled, even if the defendants have a desire to do it." Stating that Kollman had attempted to mislead not only the court but also purchasers of the products, the judge concluded that a permanent injunction was necessary to prevent the defendants from "benefiting from their past violations by meeting the demand they had created for their products." In other words, even if questionable claims were stopped, people who believed the previously made claims would still buy the products [1,2].

Although the judge's ruling appears to have ended the sale of Manna products, a similar line called Super Blue Green Algae is still marketed by Cell Tech Inc., a company headed by Kollman's brother Daryl. According to a company promotional tape, "By detoxifying your systems and balancing your nutritional levels, Super Blue Green provides your body and spirit with ingredients that result in experiences of increased energy, mental clarity, dietary control and feelings of overall well-being. This can enable people to deal with the many stresses of this modern world."

Cell Tech's literature states that the products do not provide "cures" for diseases and are not intended as a substitute for medical care. Despite this disclaimer, many distributors have made dubious therapeutic claims in advertisements, at health expositions, and in private sales pitches to prospective customers. In 2003, a California judge ruled that 30 of Cell Tech's claims has been deceptive and ordered the company to stop making them [3].
Possible Toxicity

On May 5, 1999, the Canadian Health Protection Branch warned that products containing blue-green algae may contain toxins harmful to the liver and some species of blue-green algae naturally produce toxins known as microcystins. To determine the extent of this problem, Health Canada, through the Office of Natural Health Products, Therapeutic Products Program, and the Food Directorate of the Health Protection Branch, surveyed products to determine how many are on the market, in what forms they are, and the levels of microcystins they contain. On September 27, 1999, the survey results were announced in a news release:

    Results of Health Canada's market survey testing of blue-green algal products show that no microcystins were detected in products made from only one type of blue-green algae, Spirulina blue-green algae, which is generally harvested from controlled ponds.

    However, testing indicates that for many non-Spirulina blue-green algal products, harvested from natural lakes, consumption according to manufacturers directions results in a daily intake of microcystins above that considered acceptable by Health Canada and the World Health Organization. Microcystins are toxins which accumulate in the liver and can cause liver damage. They are naturally produced by some kinds of blue-green algae. Blue-green algal products are sold in tablet, capsule, or powder forms as food supplements, often as a natural source of minerals.

    Health Canada began its broad sampling of blue-green algal products available on the Canadian market in May 1999, after several blue-green algal products were found to contain unacceptable levels of microcystins. Analytical testing was then performed to measure the levels of microcystins in the blue-green algal products, and the level of risk to Canadian consumers was determined. Based on the results, products made only from Spirulina blue-green algae are no longer considered a microcystin-related health risk.

    For non-Spirulina blue-green algal products, follow-up will be done on a case by case basis. Health Canada's Food Directorate has communicated the test results and their health significance to the Canadian Food Inspection Agency, and has indicated that products on the Canadian market, when consumed according to manufacturers directions, should not exceed the daily intake of microcystins considered acceptable by the World Health Organization and Health Canada. Subsequent compliance measures are the responsibility of the CFIA.

    Health Canada recommends that children not be given products containing the non-Spirulina blue-green algae until measures to address any risk have been implemented. Because of their lower body weight, children are at greater risk of developing serious illness from blue-green algal products containing elevated levels of microcystins, especially if these products are ingested for an extended period of time.

    Despite recent reports that blue-green algal products can be used as a treatment for Attention Deficit Disorder (ADD), Health Canada has not received any evidence to support such claims, and has not authorized the marketing of any blue-green algal products for any therapeutic purpose. In Canada, the blue-green algal products examined to date are sold as foods, and Health Canada does not allow therapeutic claims for substances sold as foods.

    Adult consumers who choose to use products containing non-Spirulina blue-green algae should do so for short periods of time only. Adverse symptoms from long-term use of these products (weeks to months) may not be obvious but could range from a feeling of general malaise or gastrointestinal discomfort, to jaundice. Concerned consumers should contact their health care professionals for advice [4].

In May 2000, the Oregon Department of Health released data from a survey which found that 63 out of 87 samples contained microcystin levels above its regulatory limit of 1 microgram/gram. The published abstract states:

    The presence of blue-green algae (BGA) toxins in surface waters used for drinking water sources and recreation is receiving increasing attention around the world as a public health concern. . . . BGA products are commonly consumed in the United States, Canada, and Europe for their putative beneficial effects, including increased energy and elevated mood. Many of these products contain Aphanizomenon flos-aquae, a BGA that is harvested from Upper Klamath Lake (UKL) in southern Oregon, where the growth of a toxic BGA, Microcystis aeruginosa, is a regular occurrence. M. aeruginosa produces compounds called microcystins, which are potent hepatotoxins and probable tumor promoters. Because M. aeruginosa coexists with A. flos-aquae, it can be collected inadvertently during the harvesting process, resulting in microcystin contamination of BGA products. In fall 1996, the Oregon Health Division learned that UKL was experiencing an extensive M. aeruginosa bloom, and an advisory was issued recommending against water contact. The advisory prompted calls from consumers of BGA products, who expressed concern about possible contamination of these products with microcystins. In response, the Oregon Health Division and the Oregon Department of Agriculture established a regulatory limit of 1 µg/g for microcystins in BGA-containing products and tested BGA products for the presence of microcystins. Microcystins were detected in 85 of 87 samples tested, with 63 samples (72%) containing concentrations > 1 µg/g. HPLC and ELISA tentatively identified microcystin-LR, the most toxic microcystin variant, as the predominant congener [5].

The Bottom Line

Algae products contain no nutrients that are not readily available from food or ordinary dietary supplements that cost much less. Studies performed in countries where malnutrition is common have shown that administering spirulina (as food or tablets) can correct deficiencies of the few nutrients that spirulina contains. However, the commercially marketed algae products have no proven value for treating obesity or other human health problem, and some may contain potent toxins.
For Additional Information

    * Health Canada Online. Information sheet on blue-green algae (May 1999)
    * Health Canada Online. Information: Blue-Green Algal Products (September 1999)
    * Health Canada Online. Testing methodology for blue green algal products (September 1999)
    * Health Canada Online. Blue-green algae (cyanobacteria) and their toxins (June 2003)

References

   1. Barrett S, Herbert V. The Vitamin Pushers: How the "Health Food" Industry Is Selling Americans a Bill of Goods. Amherst NY: Prometheus Books, 1994.
   2. Ballantine C. The trial of the blue-green algae eaters. FDA Consumer 20(6):33-34, 1986.
   3. Barrett S. Cell Tech loses false advertising suit. Quackwatch, July 25, 2003.
   4. Health Canada announces results of blue-green algal products testing—only Spirulina found Microcystin-free. Health Canada news release, Sept 17, 1999.
   5. Gilroy GJ and others. Assessing potential health risks from microcystin toxins in blue-green algae dietary supplements. Environmental Health Perspectives 108:435-439, 2000.

This article was revised on January 14, 2007.





http://web.archive.org/web/20020414004843/http://www.hc-sc.gc.ca/food-aliment/cs-ipc/chha-edpcs/e_blue_green.html

 Testing methodology for blue green algal products


Health Canada has sampled and tested blue-green algal products available on the Canadian market.
Background

Many species of blue-green algae or cyanobacteria produce toxins known as cyanotoxins.

Blooms of one type of cyanobacterial species may often contain other cyanobacterial species, such as Microcystis, which produces microcystins. Microcystins, of which there are some 50 congeners, are liver toxins, with microcystin-LR and microcystin-LA being some of the more toxic and common ones. The main concern at present is the presence of variable levels of microcystins as contaminants in blue-green algal products.
Sampling

Inspectors of the Bureau of Compliance and Enforcement of the Therapeutic Products Programme collected samples of blue-green algal products for sale in the various regions of Canada during May, 1999. This sampling was undertaken to find out what type of blue-green algal products were available for sale, what type of information was provided for consumers on the label of the products, and what other information was available regarding these products.
Chemical Analysis

The Bureau of Chemical Safety of the Food Directorate conducted the chemical analysis of samples of blue-green algal products for microcystins and a few other cyanotoxins. It is planned to publish this information in the near future.

Extraction of cyanotoxins from blue-green algal products

 A 3 gram quantity of algal product (tablet, capsule, etc.) was homogenized (Polytron) in a beaker with 20 mL of 75% methanol in water for 3 minutes. The mixture was poured into a centrifuge tube and centrifuged. The supernatant was removed to a clean graduated cylinder. A 10 mL volume of 75% methanol in water was added to the beaker and homogenized briefly to clean the homogenizer blades. The washings were added to the residue in the centrifuge tube and mixed with the solid residue with a spatula. The mixture was then centrifuged and the supernatant was added to the first supernatant. The combined volume was made to exactly 30 mL.

Further cleanup for HPLC-MS/MS

 A 1 mL volume of the extract (representing 0.1 g of sample) was mixed with 2 mL of water. This mixture was passed through a 500mg SPE C-18 cartridge (Supelco) that had been preconditioned with 10 mL of methanol followed by 10 mL of water. The cartridge was then washed with 5 mL of 30% methanol in water and this fraction was discarded. The microcystins were eluted with 4 mL of 80% methanol in water. This fraction was collected and evaporated to dryness by rotary evaporation at 30o C. The residue was dissolved in 0.5 mL of 80% methanol in water. Then 0.5 mL of water was added to make the volume to 1.0 mL for analysis by HPLC-mass spectrometry.

Part of the first extract was analysed by an ELISA method, and part was analysed by Health Canada after further extraction and cleanup, by LC-MS/MS. Details of the conditions for the MS/MS method are available upon request. A third method, protein phosphatase inhibition is also being investigated. The ELISA method was conducted in the USA (Envirologix), with the company not knowing the source of the samples.

There was good agreement between the ELISA and LC-MS/MS results across the various levels of microcystins detected, and results from the phosphatase assay further support the data. Mainly microcystin-LR and microcystin-LA were detected.

The detection limit, taken as 3x signal to noise, varied with different matrices (different products), and for microcystin-LR and microcystin-LA averaged at 0.3 ppm. The limit of quantification was taken at 3x this value. Recoveries were variable, again depending on the matrix, and were on average 91% for microcystin-LR.

Bureau of Chemical Safety, Food Directorate

September 27, 1999

General reference:

Toxic cyanobacteria in Water, a guide to their public healthsignificance, monitoring and management, eds. Chorus, I and Bartram, J. WHO, Spon, London, 1999.
 


Google Mr. Wong del.icio.us OneView Technorati WebNews Yigg


Noch keine Kommentare vorhanden.
Sie müssen eingeloggt sein um einen Kommentar zu schreiben.
© 2010 - more4animals.eu